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Forschung

Die Forschungsgruppe um Klinikdirektor Prof. Dr. med. Steffen Emmert besteht momentan an dem Standpunkt Rostock aus zwei Mitarbeiterinnen, die zwei sich ergänzende Forschungsschwerpunkte bearbeiten.

Frau Dr. rer. nat. Christina Seebode promovierte bereits in der Arbeitsgruppe um Prof. Emmert mit einem DFG-gefördertes Projekt (EM 63/ 7-1) zur Etablierung von SNAP29-defizienten Mausmodellen. Bei diesem Projekt handelte es sich um eine klinische und grundlagenorientierte Untersuchung von Patienten mit Ichthyosen, um die Prozesse der epidermalen Differenzierung besser zu verstehen. Der Ausfall des SNARE Proteins SNAP29 führt zum CEDNIK-(CErebral Dysgenesis, Neuropathy, Ichthyosis and Keratoderma) Syndrom. Bei diesem Syndrom handelt es sich um eine seltene, autosomal-rezessiv vererbte neurokutane Erkrankung. Neben schweren neurologischen Beeinträchtigungen zeigen die Patienten unter anderem eine Ichthyose. Murine Modelle zur Erforschung von selten humanen Erkrankungen helfen uns dabei, die zugrungeliegenden Prozesse besser zu verstehen.

Zurzeit übernimmt Frau Dr. Seebode die Leitung des Labors, welches sich noch im Aufbau befindet. Im Rahmen eines erfolgreich eingeworbenen FORUN-Antrags wird derzeitig der Zusammenhang zwischen SNAP29 auf die Pathogenese des Basalzellkarzinoms erforscht. Dieses Forschungsvorhaben wird durch eine medizinische Doktorarbeit von Frau Christine Martens unterstützt. Das Ziel ihrer Arbeit ist die Generierung sowie Charakterisierung eines CRISPR/Cas9 vermittelten Knockouts von SNAP29 in murinen Zelllinien. Gleichzeitig untersucht ein weiterer medizinischer Doktorand, Herr Frederick Beuche, die Expressionslevel von SNAP29 und weiterer epidermaler Marker in humanen Hautkrebsentitäten.

 

Frau M. Sc. Janin Lehmann absolvierte ihre Masterarbeit bereits in der Arbeitsgruppe und arbeitet nun als naturwissenschaftliche Doktorandin an einem von der Deutschen Krebshilfe e.V. geförderten Projekt (111377) zur DNA Reparatur und Hautkrebsforschung. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit der DNA Reparatur und der UV-induzierten Karzinogenese am Beispiel genetisch bedingter DNA Reparatur Defektsyndrome. Diese Erkrankungen zeigen häufig im Zeitraffertempo bzw. im Extrem die Folgen des Ausfalls einzelner Gene beim Menschen an. Sie können deshalb als Modelle dienen, Grundlagen der Zellbiologie und die klinischen Konsequenzen bei einem Funktionsverlust besser zu verstehen und neue therapeutische Ansatzpunkte für die häufig schwer Betroffenen zu entwickeln. Die dadurch gewonnenen grundlegenden Erkenntnisse sind auf normale Funktionsprozesse übertragbar und damit für die Gesundheitserhaltung der allgemeinen Bevölkerung wertvoll. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir DNA Reparaturdefektsyndrome wie Xeroderma pigmentosum, um die Entstehung und den Verlauf von (Haut-) Krebs genauer zu verstehen, den Patienten besser helfen, aber auch Gesunde im Alter vor (Haut-) Krebs schützen zu können. Unter anderem konnten wir so Biomarker für ein erhöhtes Melanomrisiko und eine funktionelle Zielstruktur zur Erhöhung der zellulären Reparaturkapazität und damit für die (Haut-) Krebsprävention identifizieren.

 

Ein dritter Forschungsschwerpunkt befasst sich mit einer völlig neuartigen Behandlungsmethode von Wden und anderen Hauterkrankungen nämlich der Behandlung mit kaltem Atmosphärendruckplasma.rmation finden sich auf den Webseiten des Forum Plasmamedizin (http://www.dermatologie.med.uni-goettingen.de/de/content/forschung/329.html ) sowie des Nationalen Zentrums Plasmamedizin (http://www.plasma-medizin.de ).