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Pilotstudie "Plasmapflaster"

Pilotstudie "Plasmapflaster"

Projektbeschreibung

Die Therapie mit kaltem Atmosphärendruckplasma hat sich als innovatives Verfahren in der Versorgung chronischer Wunden etabliert. Das Plasma besitzt Eigenschaften, die sich positiv auf den Heilungsverlauf von Wunden auswirken.

Im Rahmen dieser Pilotstudie wird geprüft, inwieweit die Therapie mit kaltem Atmosphärendruckplasma den Heilungsverlauf von Spalthautentnahmestellen günstig beeinflusst und möglichen Komplikationen wie beispielsweise Infektionen vorbeugt. Dazu kommt ein bereits CE gekennzeichnetes und damit für den klinischen Einsatz zugelassenes Plasma-Gerät (PlasmaDerm Dress, CINOGY GmbH) zum Einsatz. Die zugelassene, CE-gekennzeichnete Neuentwicklung besteht in einem neu konfigurierten Plasmapflaster, welches gleichzeitig als moderne Wundauflage dient. Insgesamt werden acht Patienten, bei denen Spalthauttransplantate vom Oberschenkel entnommen wurden, eingeschlossen.

Es handelt sich um eine prospektive, monozentrische Fall-Kontroll-Studie. Die Patienten erhalten eine moderne, komplexe Wundtherapie inklusive Auflage mittels Kalt-Plasma auf der einen Hälfte der Spalthautentnahmestelle. Die andere Hälfte der Entnahmestelle wird mittels konventioneller moderner Wundauflage behandelt. Hierdurch können interindividuelle Unterschiede in der Wundheilung von Fall- und Kontrollgruppe ausgeschlossen werden.

Der Verlauf der Wundheilung wird zusätzlich durch nicht-invasive Bildgebung mit einer neuartigen Hyperpsektralkamera (TIVITA-Kamera, Diaspective Vision) dokumentiert. Aus den Messdaten der Spektralkamera lassen sich für die Wundheilung entscheidende Parameter wie die Durchblutung, die Sauerstoffsättigung und der Wassergehalt des Gewebes bestimmen. Anhand dieser Parameter erfolgt die Beurteilung des Heilungsverlaufs unter der jeweiligen Wundtherapie.