header

Deutscher Hautkrebspreis 2013

Professor Dr. med. Steffen Emmert erhielt den Deutschen Hautkrebspreis 2013. Verliehen wurde die mit insgesamt 10.000 € dotierte Auszeichnung vom Vorsitzenden der Deutschen Hautkrebs Stiftung, Professor Dr. Roland Kaufmann (Frankfurt am Main), anlässlich des Deutschen Hautkrebskongresses (ADO) in Essen. Mit der Auszeichnung wurde Emmert für wegweisende klinische und molekulargenetische Untersuchungen von Xeroderma pigmentosum Patienten gewürdigt.

Der Preis wird jährlich von der Deutschen Hautkrebsstiftung mit finanzieller Unterstützung der Firma Roche Pharma AG verliehen.

Steffen Emmert wurde 1969 in Schweinfurt geboren. Von 1988 bis 1995 studierte er an der Universität Würzburg Humanmedizin und erwarb unter anderem in Leeds, GB, und St. John’s, Neufundland, Kanada, klinische Erfahrung. Er promovierte 1996 an der Universität Würzburg mit dem Thema „Untersuchungen zur Gentoxizität und Mutagenität von 1,2-Dioxetanen in menschlichen Zellen mit Hilfe eines Plasmid-Shuttle-Vektors“. 1995 begann er als Arzt im Praktikum seine klinische Weiterbildung in Dermatologie an der Universität Göttingen. Neben der klinischen Tätigkeit setzte er hier seine wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich DNA-Reparatur unter Anleitung von Prof. Dr. Ch. Neumann (Direktorin der Abteilung Dermatologie und Venerologie der Universität Göttingen) und Prof. Dr. Th. Rünger (z.Z. Professor of Dermatology an der Boston University School of Medicine) fort. Aus dieser Zeit stammen die Untersuchungen zur Chemoresistenz von Melanomzellen in Abhängigkeit ihres DNA-Reparaturstatus 1997 begann Emmert seine Tätigkeit als Postdoktorand an den National Institutes of Health in den USA. Hier konnte er sich im Basic Research Laboratory, Center for Cancer Research, des National Cancer Insitutes unter Leitung von Dr. Kenneth H. Kraemer intensiv in die Themenbereiche Nukleotid-Exzisions-DNA-Reparatur und Xeroderma pigmentosum einarbeiten. Aus dieser Zeit stammen erste klinische, molekulare, genetische und epidemiologische Arbeiten zu Xeroderma pigmentosum. Im Jahre 2000 kehrte Emmert an die Hautklinik der Universität Göttingen zurück. 2002 erwarb er den Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und war anschließend als Oberarzt mit den Zusatzbezeichnungen Allergologie, Phlebologie und medikamentöse Tumortherapie in der allgemeinen Ambulanz und dem Bereich Photodiagnostik und -therapie der Hautklinik tätig. 2003 habilitierte sich Emmert mit dem Thema „Untersuchungen zur Nukleotid-Exzisions-DNA-Reparatur und UV-induzierter Karzinogenese“. Seit 2005 ist er Universitätsprofessor für Dermatologie und Venerologie. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der molekulargenetischen Analyse von Xeroderma pigmentosum sowie weiterer Genodermatosen, insbesondere den Ichthyosen. Weiterhin wird die Bedeutung von Genvariationen in DNA-Reparaturgenen für die Hautkanzerogenese in der normalen Bevölkerung und für das therapeutische Ansprechen des malignen Melanoms untersucht.

Am 1. 7. 2015 folgte er seinem Ruf nach Rostock und leitet dort als neuer Chefarzt die Klinik für Dermatologie und Venerologie.